Spaziergang zur Kaserne oder der 21. Geburtstag

Mittwoch Nacht 00:00, ich werde von meiner Mitbewohnerin mit einem Kuchen überrascht. Der Tag fängt also gut an.
Nach einem ausgedehnten Brunch in der Stadt ging es dann leider wieder ans BWL/Rewe bzw. Musiksoziologie lernen, doch so gegen 22:00 Uhr, merke ich, dass sich mein Geburtstag langsam dem Ende neigt und will noch irgendwas verrücktes machen.
Da wir unser alltägliches Highlight der Klausurenphase (einen Besuch bei Penny) schon vollzogen haben, muss also etwas anderes her. Wir wohnen in einer Straße voll alter, leerstehender Kasernen und es gibt nur noch eine “aktive” am Ende der Straße, von der jeden Freitag die Soldaten pünktlich um 12:00 Uhr zum Bahnhof laufen bzw jeden Sonntag gegen 23:00 Uhr wieder zurück. Auch sonst sieht man die Wehrdienstleistenden und Berufssoldaten oft in LKWs (Fahrschule) rumfahren oder bei Aldi einkaufen.
Also könnte man sich ja deren Unterkunft etwas genauer anschauen. Gesagt, getan. Wir machen uns die 200 Meter bis zur Theodor-Körner-Kaserne auf. Es ist dunkel, nur der Schnee erhellt die Nacht ein bisschen.
Wir kommen am Eingangstor der Kaserne an, bleiben aber erst einmal etwas entfernt davon stehen. Ein Auto fährt vor. Ein Soldat öffnet das Tor, kontrolliert den Fahrer und lässt ihn durch. Wir wollen eigentlich schon wieder gehen, da meine ich zu Elvi, dass so eine Führung durch die Kaserne sicher interessant wäre. Diese zögert nicht lange, sondern läuft zu dem Soldaten am Tor. Er sagt, wir sollen doch mal reinkommen, durch das kleine Tor, und die Nachtwächter fragen. Kurze Zeit später stehen wir drei gelangweilten rauchenden Soldaten gegenüber, die sich etwas wundern, was wir hier eigentlich wollen. Wir fragen, ob Führungen durch die Kaserne angeboten werden. Die Antwort: “Führungen? Nee, gibts nich. Aber ihr könnt hier ein Praktikum machen…” Nein, das war nicht wirklich was wir wollten – Kuwi in einer Kaserne?
Nach dieser enttäuschenden Information treten wir also unseren Rückweg an und hinterlassen ein paar verwirrte Soldaten.
[cooler Schlusssatz]

Samstag, 7. Februar 2009, 17:32

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