Viele Fragen sich wahrscheinlich schon lange, was genau ich eigentlich studiere. Schließlich sagt der Name “Angewandte Kulturwissenschaften” nicht jedem etwas. Deshalb will ich im folgenden kurz erklären, was ich seit Oktober eigentlich in Lüneburg so tue und in späteren Beiträgen, was es für Berufsfelder mit diesem Studiengang gibt.
Als erstes muss gesagt werden, dass die Leuphana Uni Lüneburg nicht mehr das normale Bachelor System hat sondern den Leuphana Bachelor. Im Grunde ist dieser Bachelor an das amerikanische College angelehnt. Im ersten Semester - Leuphana Semester studieren alle Studenten, egal welches Fach sie gewählt haben, zusammen. Es gibt 3 Perspektiven, die jeder belegen muss: Verantwortung in der Gesellschaft, Geschichte und Methoden. Hinzu kommen noch 2 Module über das gewählte Studienfach hinzu. Im ersten Semester spezialisiert man sich also noch nicht auf sein Studiengebiet, sondern hat ein “Studium generale”. Wenn man an der Leuphana studieren will, entscheidet man sich für einen Major (Hauptfach) und einen Minor (Nebenfach). In meinem Fall sind das Angewandte Kulturwissenschaften und BWL. Zu Major und Minor kommt noch das Komplementärstudium. In diesem Bereich gibt es auch wieder verschiedene Perspektiven aus den unterschiedlichsten Bereichen. Jeder Student muss eine bestimmte Anzahl an Seminaren im Komplementärstudium besucht haben, kann aber frei wählen, in welche er geht. Als Beispiel: Ich belege im Moment Ensemblemanagement und Schauspiel/Improvisation.Es wäre aber auch möglich Sprachen zu lernen, technische Seminare zu belegen u.v.m. Jetzt aber endlich mal zu meinem Major. Lüneburg ist schon lange bekannt für den Studiengang “Angewandte Kulturwissenschaten”. In dieser Form findet man in sonst nirgends in Deutschland. Allerdings gibt es ähnliche Studiengänge, wie Kultur und Management in Görlitz oder Kultur-und Medienbildung in Ludwigsburg. Wenn man diesen Major wählt muss man nochmals zwischen vier Schwerpunkten wählen: Medien und Geschichte (MG), Kultur, Kommunikation und Gesellschaft (KKG), Kulturraumentwicklung, Baukultur und Tourismus (KBT) und Künste, Kulturkommunikation und -organisation (KKO). Ich war im ersten Semester in der Einführungsveranstaltungfür KKG habe jetzt aber in KKO gewechselt, da ich eher in Richtung Kulturmanagement gehen will. Viele können sich unter diesen ganzen Namen wahrscheinlich immer noch nicht viel vorstellen, deshalb mal eine kurze Beschreibung meines derzeitigen Stundenplans: Montags habe ich Rechnungswesen, BWL und Ensemblemanagement. Dienstag ist Philosphie der Musik und Ästethik dran. Mittwochs darf ich Musiktheorie und Gehörbildung (endlich wieder Intervalle singen^^) belegen. Donnerstags habe ich Kulturmarketing und danach Paradigmen der Kulturwissenschaften, eine Vorlesung die alle Kuwis belegen müssen, da sie zum Integrationsbereich gehört. Schauspiel/Impro ist auf zwei Wochenenden verteilt und macht sehr viel Spaß.^^ Ich lerne also einiges über Kultur allgemein, warum heutzutage auch die Kultur Marketing braucht, nochmal die Grundlagen der Musik und nebenher noch Buchhaltung. Im Großen und Ganzen macht das alles viel Spaß, besonders seit ich den Schwerpunkt gewechselt habe.